Demenz im Licht des demografischen Wandels

Die Gesellschaft wird immer älter, das ist kein Geheimnis. Doch was heißt das eigentlich für das Gesundheitssystem? Betrachten wir nur einmal den Teilaspekt der steigenden Anzahl an Menschen, die bis 2050 an Demenz erkranken, wird schnell klar: Die Versorgung von Menschen mit Demenz muss verbessert und neu gestaltet werden.

Die Änderung der Altersstruktur ist vor allem bedingt durch die konstante bis abnehmende Geburtenrate in vielen europäischen Ländern und der auch gleichzeitig abnehmenden Sterberate. Die sinkende Zahl junger Menschen und der gleichzeitige Anstieg ältere Menschen führt zu einer sogenannten Überalterung der Gesellschaft. Während im Jahr 1990 noch 21,7% der Gesellschaft in Deutschland unter 20 Jahre und nur 13% mindestens 67 Jahre alt waren, so haben sich diese Zahlen mittlerweile fast gegensätzlich entwickelt. Im Jahr 2018 waren nur noch 18,4% der Bevölkerung unter 20 Jahre und ganze 19,1% schon 67 Jahre oder älter.

Der Anteil der Menschen, die älter als 65 sind – und damit ein höheres Risiko haben an Demenz zu erkranken – steigt stetig an. Bis 2050 wird sogar eine Verdoppelung der Menschen über 85 Jahre prognostiziert. Es ist ja auch schön, dass wir dank medizinischem Fortschritt heutzutage so lange leben und oft noch viel Zeit mit unseren (Ur-) Großeltern verbringen können. Aber was bedeutet dieser Alterungsprozess denn nun für das Gesundheitssystem?

Alle 100 Sekunden erkrankt in Deutschland ein Mensch an Demenz

Das sind ca. 1,6 Millionen Menschen in Deutschland, die immer mehr Schwierigkeiten bekommen ihren Alltag zu bewältigen und auf die Hilfe ihrer Angehörigen und Pflegekräfte angewiesen sind. Hochrechnungen des Dachverbandes nationaler Alzheimer-Gesellschaften zufolge wird sich die Zahl der Menschen mit Demenz bis 2050 im Vergleich zu 2018 europaweit verdoppeln und damit auf ca. 3 Millionen Menschen ansteigen. Kostenträger im Gesundheitssystem müssen aufgrund der Entwicklungen mit deutlichen Ausgabensteigerungen, insbesondere durch steigende Pflegekosten, rechnen.

Umso wichtiger ist es nun das Gesundheitssystem zu entlasten, und mithilfe von individuellen und umfassenden Pflege- und Behandlungsstrukturen sowohl Menschen mit Demenz, als auch ihre Angehörigen, Pfleger:innen und Ärzte/Ärztinnen zu unterstützen.

Mit Digimenz wollen wir Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden helfen

Mit Digimenz haben wir uns zum Ziel gesetzt eine ganzheitliche Lösung zu schaffen, die durch individuelle Beschäftigung und transparente Datenauswertung allen Anspruchsgruppen im Umgang mit der Krankheit hilft, um im Gesundheitssystem langfristig und nachhaltig etwas zu bewirken. Unser Anspruch ist es, Menschen mit Demenz mehr Lebensfreude zu schenken, mehr Transparenz und Verständnis für Angehörige und Pfleger zu schaffen und Ärzten mithilfe von kontinuierlichen Langzeitkrankheitsdaten zu ermöglichen, die Behandlung effizienter zu gestalten.

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