Demenz – ein Begriff, welcher den meisten Leuten mindestens ein Unbehagen im Bauch bereitet. Aber was genau versteckt sich eigentlich hinter diesem Ausdruck?

Oftmals wird der Begriff der Demenz fälschlicherweise mit dem der Alzheimer-Krankheit gleichgesetzt. In diesem Blogbeitrag erläutern wir den Unterschied zwischen den beiden Begriffen und geben anschließend einen kurzen Überblick über die Alzheimer-Krankheit.

„Ohne Geist“ – Oder doch mit?

Der Terminus „Demenz“ zeichnet hierbei bereits ein vages, aber dennoch einprägsames Bild von den Symptomen der Krankheiten. Er leitet sich nämlich vom lateinischen Ausdruck „de-mens“ ab und kann sinngemäß als „ohne Geist“ übersetzt werden. Doch auch wenn diese Übersetzung suggeriert, dass Menschen, die unter einer Form der Demenz leiden, von ihrem Geist verlassen werden, so ist gerade das nicht der Fall. Ganz Im Gegenteil – denn der Geist ist es, der dem Menschen immer erhalten bleibt.

Demenz als Überbegriff für mehr als 50 Krankheitsbilder

Der Begriff der Demenz dient als Oberbegriff für ein Syndrom als Folge von insgesamt mehr als 50 Erkrankungen des Gehirns, die entweder primär oder sekundär durch eine andere Grunderkrankung bedingt sind. Die Symptomatik der verschiedenen Krankheiten ist vor allem mit Beeinträchtigungen der kognitiven Funktionen verbunden, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Verständnis, Rechnen, Lernen, Sprache und Urteilsvermögen. Darüber hinaus lassen sich die primären Demenzformen in neurodegenerative und vaskuläre Demenzen unterteilen, wobei erstere auf das Absterben und letztere auf Durchblutungsstörungen der Nervenzellen zurückzuführen sind.

Allein in Deutschland sind momentan ca. 1,8 Millionen Menschen von einer Demenz betroffen, wobei jährlich ungefähr 440.000 Neuerkrankungen diagnostiziert werden. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft prognostiziert bis zum Jahr 2050 einen Anstieg der Anzahl von Menschen mit Demenz auf 2,4 bis 2,8 Millionen.

Morbus Alzheimer – Die häufigste Form der Demenz

Die wohl bekannteste und mit Abstand häufigste Form einer Demenz, ist die Alzheimer-Krankheit, denn sie ist für ca. 60 – 70 % aller Demenzerkrankungen verantwortlich. Sie wurde erstmals 1906 von Alois Alzheimer wissenschaftlich dokumentiert, nachdem er 1901 anfing die Verhaltensauffälligkeiten von Auguste Deter zu untersuchen und die Krankheit schließlich als „Krankheit des Vergessens“ beschrieb. Es handelt sich bei der Alzheimer-Demenz um eine primäre Form der Demenz, die als hirnorganische, neurodegenerative Krankheit zu einem Abbau der Nervenzellen im Gehirn führt. Die genaue Ursache dafür ist weiterhin ungeklärt, jedoch standen die beiden Eiweißablagerungen Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen lange in Verdacht, den Hirnabbau zu begünstigen. Diese Erkenntnisse stehen mittlerweile allerdings in der Kritik, nachdem die Fälschung sämtlicher Alzheimer-Studien, die eben diese Amyloid-Hypothese gestützt hatten, ans Licht kam.

Das Risiko an Alzheimer zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter an, sodass typischerweise Menschen über 65 Jahre und insbesondere Frauen aufgrund des abfallenden Östrogenspiegels ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen. Jedoch gibt es auch viele Menschen, bei denen die Erkrankung deutlich früher einsetzt, zumal mögliche Symptome oftmals schon viele Jahre vor der offiziellen Diagnose eintreten. Betroffene leiden unter einem zumeist schleichenden Fortschreiten der Krankheit, was sich vor allem durch Störungen des Gedächtnisses, der Sprache, der Wahrnehmung, der Orientierung, bis hin zu Schwierigkeiten in der eigenständigen Alltagsbewältigung äußert. Allgemein kann der Krankheitsverlauf in drei Stadien unterteilt werden – von einer leichten Demenz, über eine mittelschwere bis hin zu einer schweren Demenz, wobei die Übergänge fließend sind. Eine Heilung für Alzheimer-Demenz gibt es nicht – jedoch kann der Verlauf vor allem medikamentös verlangsamt werden. Außerdem kann das Erkrankungsrisiko durch regelmäßiges kognitives Training und einen gesunden und aktiven Lebensstil verringert werden.

Digimenz bietet einen Mehrwert für alle Betroffenen und Pflegenden

Es ist wichtig, mit Menschen mit Demenz jeder Form in Verbindung zu bleiben, auch wenn es manchmal schwerfällt, einen guten Zugang zu ihnen zu bekommen. Mit der Digimenz-App wollen wir Betroffenen durch persönliche Inhalte und intuitive Spiele Beschäftigung und mehr Lebensqualität schenken. Gleichzeitig regen die Inhalte zur Kommunikation an und schaffen eine Ebene der Verbindung mit Angehörigen und Pflegenden. Wie genau die Interaktion gestaltet und umgesetzt werden kann, wird in diesem Blogbeitrag thematisiert.

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